Kann ich meine Drohne im Urlaub im Handgepäck mitnehmen? Oder doch lieber aufgeben?

Der Transport und die Mitnahme einer Drohne im Flugzeug ist prinzipiell unproblematisch – keine Angst! Dennoch gibt es Richtlinien und Vorschriften, die man beachten sollte. So ist die Mitnahme einer Kameradrohne in den Urlaub in aller Regel kein Problem, vielmehr ist der Transport der Akkus nicht unkritisch. Die meisten Kameradrohnen und Multikopter verfügen über einen so genannten LiPo-Akku. Derartige Lithium-Polymer-Akku gelten bei den meisten Fluggesellschaften als Gefahrgut – sie dürfen nicht ohne Weiteres im Aufgabegepäck bzw. im Frachtraum des Flugzeugs transportiert werden. Weil sich die Akkus – besser gesagt die einzelnen Akkuzellen eines solchen LiPo-Akkus – unter Umständen entzünden können, müssen derartige Energiespeicher stets im Handgepäck transportiert werden. Das gilt zumindest immer dann, wenn es sich um einzelne Ersatzakkus, nicht um Akkus in dem Fluggerät selbst handelt. Im Brandfall können Passagiere und Bordpersonal reagieren und den Brand löschen, was im Frachtraum des Flugzeugs nicht möglich wäre. Aus diesem Grund müssen Drohnen-Ersatz-Akkus in aller Regel separat im Handgepäck bzw. Kabinengepäck bei einer Reise mit einem Flugzeug transportiert werden.

Diese Dokumente sollte man bei der Mitnahme von Drohnen dabei haben:

  • CE-Erklärung für den Quadrocopter / Multikopter sowie Akku
  • Originalverpackung des Akkus / Energiespeichers
  • Originalunterlagen des Herstellers / Bestimmungen
  • Technische Daten von Akku und Fluggerät (z.B. Sendeleistung, Akku-Typ ect.)
  • Originalrechnung des Fluggeräts – zum Nachweis im Rahmen einer Zollkontrolle
  • Ausdruck der verschiedenen IATA-Bestimmungen
  • Ausdruck der spezifischen Bestimmungen und Richtlinien je Airline
  • Ausdruck von Emails und Dokumenten im Rahmen von Sondergenehmigungen

Wieviele Akkus darf ich im Flugzeug mitnehmen?

Nach der IATA-Richtlinie orientieren sich zahlreiche Fluggesellschaften.

Bei einigen Fluggesellschaften ist nicht nur der Transport an sich, sondern auch die Maximalanzahl an Ersatz-Lithium-Metall- oder Ersatz-Lithium-Ionen-Akkus vorgeschrieben. Einige Fluggesellschaften machen die Maximalanzahl an Ersatzakkus pro Person von der Wattstundenanzahl pro Akku abhängig. Tipp: Die Wattstunde (Wh) kann man errechnen, indem man die Ampere-Stunden des Akkus mit der Voltzahl des Akkus multipliziert. Beispiel: Ein DJI Mavic Pro-Akku verfügt über eine Kapazität von 3.830 mAh und 11,4 Volt. Daraus ergibt sich eine Energieangabe in Wattstunden von 43,7 Wh (3,830 Ah x 11,4 V = 43,7 Wh).

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